Migräne – Geschichte eines Schuldgefühls
Migräne – Geschichte eines Schuldgefühls ist Tamás Gyurkovics’ erste deutschsprachige Publikation. Migräne möchte Traumata des Holocausts verstehbar machen. Gyurkovics nähert sich dieser Aufgabe aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Der Protagonist Ernő Spielmann ist eine fiktive Figur, deren Leben aber der Geschichte des realen Zvi Spiegels ähnelt. Letzterer beaufsichtigte in Auschwitz-Birkenau gezwungenermassen die Zwillinge, an denen der KZ-Arzt Josef Mengele medizinische Forschung betrieb. Spielmann/Spiegel brachte nach der Befreiung vierzig Kinder durch den harten polnischen Winter aus dem Vernichtungslager nach Hause. Zeit seines Lebens – er emigriert ins neu gegründete Israel – leidet er an Schuldgefühlen, fühlt sich als Kollaborateur.
Der Roman, der auf historische Materialien zurückgreift, bietet eine bewegende Schilderung der inneren und äusseren Kämpfe des Protagonisten durch Zeiten und Orte bis ins Israel der 1980er Jahre.
Der Roman wurde ins Italienische und Französische übersetzt.
Migräne – Geschichte eines Schuldgefühls
zeitkind Verlag 02. März 2026 276 Seiten Hardcover Lesebändchen 978-3-907724-06-4 Hardcover: 32 CHF